Alexandra Fries: «Ich fühlte den Volunteer-Spirit in Bern»

Alexandra Fries war Volunteer- Verantwortliche an der Mountainbike- und Trial-EM 2013 in Bern. Im Interview sprach die Eventorganisatorin über die erste MTB- und Trial-EM in einer europäischen Hauptstadt, über den Volunteer- Spirit in Bern und über die Arbeit mit Swiss Olympic Volunteer.

Alexandra Fries, wie haben Sie die MTB- und Trial-EM in Bern erlebt?
Der Anlass war grandios. Wir sind mit der Umsetzung der MTB- und Trial-EM sehr zufrieden. Mit rund 40‘000 Zuschauerinnen und Zuschauern in vier Tagen haben wir eine stolze Zahl erreicht. Besonders schön war, dass die Sportart Trial für einmal sehr prominent war. Die Wettkämpfe im Bärengraben begeisterten das Publikum.  Die Cross-Country- Rennen am Gurten waren natürlich ein weiteres Highlight. Es war eine gute Entscheidung, die EM erstmals in einer europäischen Hauptstadt auszutragen.

Sie waren am Anlass für das Volunteer-Management verantwortlich. Was waren die grössten Herausforderungen?
Es war im Vorfeld schwierig abzuschätzen, wie viele Freiwillige es braucht. Dies, obwohl ich breite Erfahrungen im Bereich der Eventorganisation und der Freiwilligenarbeit mitbringe. Doch jeder Event und jede Sportart funktioniert anders. Meine Berechnungen mit den Ansprüchen des OKs und der Ressortleiter abzugleichen und auf ein realistisches Mass zu bringen, erforderte viel Zeit.

Wie konnten Sie in den Vorbereitungen zur EM von Swiss Olympic Volunteer profitieren?
Die Plattform Swiss Olympic Volunteer hat unsere Arbeit deutlich vereinfacht. Sie unterstützte mein Team und mich bei der Rekrutierung und bei der Einteilung der Volunteers. Sie half auch bei der Organisation von Verpflegung und Bekleidung für die Helferinnen und Helfer.  Die Möglichkeit für den Einsatz Volunteer Points zu sammeln und diese im Volunteer Shop gegen Sachleistungen einzutauschen, bot den Helferinnen und Helfern einen Anreiz. Ich kann die Arbeit  mit dem Programm jedem Veranstalter empfehlen.

Was bleibt Ihnen in Erinnerung, wenn Sie an die Arbeit der Volunteers zurückdenken?
Wir waren bemüht, jedem Volunteer eine spannende Arbeit zu bieten. Dies gelang uns offensichtlich: Die Erinnerungen an  Volunteers, welche am Abend lachend nach Hause gingen, sich für die schönen Erfahrungen bedankten und aus Freude eine Extraschicht einlegten, sind  bleibend. Eindrücklich war auch, wie sich in Bern eine Volunteer-Community bildete. Nicht selten hörte man, wie Helferinnen und Helfer bereits ihre nächsten Einsätze koordinierten. Ich spürte den enormen Volunteer-Spirit in Bern.

Und wie bleiben Sie Swiss Olympic Volunteer in Zukunft erhalten?
Neben meinem 100-Prozent-Job gehört mein Herz den Sportevents und der Freiwilligenarbeit. Es ist gut möglich, dass ich am nächsten sportlichen Grossanlass im Raum Bern wieder im Einsatz stehe –als Volunteer, als Volunteer-Verantwortliche oder in ähnlicher Funktion. Gerne möchte ich auch mal als Freiwillige am Sporthilfe Super10Kampf dabei sein. Wie ich gehört habe, sind die Plätze aber begehrt und man muss schnell sein.


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