«Die Lauberhornrennen gehören schon fast zu meinem Leben wie der Geburtstag»

Manuela Sinniger ist seit 15 Jahren als begeisterte Volunteer bei den Lauberhornrennen dabei. Im Interview erzählt sie, warum sie gerne als Freiwillige arbeitet, und gibt neuen Volunteers nützliche Tipps.



Welches war dein erster Volunteer-Einsatz und weshalb hast du dich dafür angemeldet?

Ich war 1995 erstmals im Einsatz: in Wengen an den internationalen Lauberhornrennen. Ich sprach eine Person, die mit Funktionär angeschrieben war, auf Ihre Tätigkeit an und dann meldete ich mich aus Neugier für drei Tage an. Seither bin ich als Funktionärin alle Jahre wieder dabei. Und inzwischen ist aus drei Tagen sogar eine Woche geworden.

Warum machst du als Vounteer gerade beim Lauberhornrennen mit?

Ich kenne Wengen seit meiner Kindheit, ich habe dort Skifahren gelernt. Die Tätigkeit als Helferin an einem Skirennen hat mir vom ersten Tag an sehr gefallen. Man lernt viele Menschen kennen und sieht die anderen Funktionäre meistens alle Jahre wieder. Es entstehen Freundschaften, die meistens nur in dieser Woche gepflegt werden. Mit der Zeit ist es wie ein Nach-Hause-Kommen. Im Verlauf der Jahre habe ich verschiedene «Tschöppli» übernommen. Zuerst als Kassierin, dann als Rutscherin auf der Rennstrecke und später im Ordnungsdienst beim Slalomstart. Jeder Job hat seine eigenen Spezialitäten und ist auf seine Weise interessant. Zurzeit helfe ich bei der Zeitmessung mit. Ich hatte also in den vergangenen 15 Jahren die Gelegenheit, in vielen Bereichen hinter die Kulissen zu sehen. Die Lauberhornrennen gehören schon fast zu meinem Leben wie der Geburtstag oder Weihnachten. Ich könnte es mir gar nicht mehr vorstellen, ein Jahr ohne Wengen zu beginnen.

Was war dein spannendstes Erlebnis als Volunteer?

Im ersten Jahr habe ich mich als Kassierin gemeldet. Ich durfte im Startbereich Tickets für die Abfahrt verkaufen. Bis anhin hatte ich die Skicracks nur im TV gesehen und nun war ich ihnen relativ nahe. Das war schon etwas Spezielles für mich. Zudem fand ich es toll, den Athleten im Dorf zu begegnen, einfach so wie man «normalen» Menschen begegnet. Dass man dann manchmal in einer Bar noch die Gelegenheit hat, mit einem Athleten oder einem Teammitglied der jeweiligen Nation zu sprechen, ist schon spannend.

Welche Tipps kannst du unseren neuen Volunteers für ihren ersten Einsatz mitgeben?

Als Volunteer sollte man offen sein für die Arbeit, welche man annimmt. Es ist aus meiner Sicht auch sehr wichtig, dass die zugeteilte Arbeit gewissenhaft ausgeführt wird. Die Organisatoren der jeweiligen Events sind darüber sehr dankbar.

Welches Produkt würdest du dir im Shop wünschen?

Ich wünschte mir, dass man mit den gesammelten Punkten die Möglichkeit hat, an den verschiedenen Sportevents teilnehmen zu können.

Welche Frage möchtest Du unserem nächsten Interview-Partner stellen?

Das kommt darauf an, wer der nächste Interview-Partner ist. Es wäre sehr interessant zu erfahren, was man als Volunteer an anderen Events für Tätigkeiten besetzten kann.


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