«Mein Traum ist eine Ski-WM in St. Moritz»

Sie sind die wahren Helden des Sports. Die freiwilligen Helfer, ohne die vom Nachwuchsmatch bis zum Grossevent kein Sportanlass möglich wäre. Der pensionierte Informatiker Peter Wehrli ist leidenschaftlich gerne Volunteer und erzählt, was ihm das bedeutet.

 

Mountainbike-Fahren ist einer der Fitmacher von Peter Wehrli. Der Aargauer joggt auch viel und hat sich dem Orientierungslauf verschrieben. Während der OL-Saison startet er fast an jedem Wochenende bei den Senioren in der Altersklasse bis 64 Jahre. Kürzlich lief er mit Karte und Kompass im französischen Jura.

Er sei OL-Läufer seit Kindesbeinen, erzählt Wehrli. Er war Schweizer Meister bei den Junioren und beim OL-Klub Argus Seon hatte der Aargauer früher alle Funktionen inne – auch jene des Präsidenten. «Meine OL-Ämter habe ich freiwillig und ehrenamtlich aus¬geführt», sagt Wehrli. Seit 2005 ist er auch als Volunteer für verschiede¬ne Anlässe im Einsatz und macht bei «Swiss Olympic Volunteer» mit.

«Besenwagen am Gigathlon»
Für den Gigathlon ist Wehrli regelmässig im Einsatz. 2007 führte die Bike-Strecke Davos–Tiefencastel–Lenzerheide über Stock und Stein und er musste er alle 200 Meter vom Bike steigen und die Trials markieren. Die Arbeit auf den Bike-Strecken bereite ihm Spass, auch wenn sie anstrengend sei, sagt Wehrli. Und: «Im schweren Gelände sind mir meine Kenntnisse im Kartenlesen schon oft zugute gekommen.» Am Schluss des Gigathlon sei er auch schon «Besenwagen» gewesen: «Wir warteten auf die abgehängten Fahrer und sammelten hinter ihnen alles Markierungsmaterial wieder ein.» Es sei eine eiserne Regel von Swiss Olympic, beim Gigathlon das Terrain wieder so zu verlassen, wie man es angetreten habe. Auch am Gigathlon 2010 vom 9. bis 11. Juli war Wehrli wieder im Einsatz: Die fünf Disziplinen Inline, Laufen, Schwimmen, Bike und Velo wurden heuer rund um Thun durchgeführt. Für den von Swiss Olympic organisierten Grossanlass war Wehrli über die Pfingsttage bereits an einem Trainingscamp ein erstes Mal als Helfer dabei.

Unvergessliche Hockey-WM
Wehrli half auch schon am Super10Kampf im Hallenstadion als Träger von TV-Kabeln mit. Auch die Eishockey-WM vor einem Jahr in der Schweiz hinterliess bei ihm ei¬nen nachhaltigen Eindruck: «Ich war Platzanweiser bei allen 32 Spielen in Bern. Der Final zwischen Russland und Kanada war grossartig.» Der karge Lohn für seinen Einsatz: Das WM-OK stellte ihm Kleider, Bahnbilletts und die Verpflegung zur Verfügung.

Im Winter hat es Wehrli das Skifahren angetan. Auch als Volunteer möchte er liebend gerne an einem alpinen Grossereignis mitwirken. «Einmal an einer Ski-WM in St. Moritz dabei zu sein, ist mein grosser Wunsch.» Fürs erste muss sich der Sportfan gedulden: Den Zuschlag für die Durchführung der Alpinen Ski-WM 2015 erhielt Beaver Creak/Vail in den USA vor St. Moritz und Cortina d’Ampezzo. St. Moritz will aber einen neuen Anlauf für 2017 nehmen. Eines ist schon jetzt klar: Peter Wehrli würde freiwillig und mit Begeisterung mitmachen. (Text: Sportwoche / Swiss Olympic)


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