Stellt Euch vor...

ein ganz junges Unternehmen, das 20’000 Kunden betreut, mit 4’400 neuen Mitarbeitern. Die junge Sekretärin aus dem 3. Stock muss rechtzeitig ankommen, um ihrer Kollegin zu helfen, die bereits seit 6 Stunden Akkreditierungen vorbereitet hat, weil die andere Kollegin aus dem 5. Stock nicht herunterkommen und ihr helfen konnte, da sie zwei Stunden länger an ihrem Arbeitsplatz bleiben musste.


©WG-2011 -Jean-Bernard Sieber

Und der Drucker hat viel länger als erwartet für die Ausgabe all der Statistiken gebraucht, die sie unbedingt noch vor dem Abend an ihren Marketingdirektor weitergeben muss. In der Küche im Untergeschoss sind die Köche eifrig bei der Arbeit, damit die 20'000 Gäste jeden Tag innerhalb von weniger als 3 Stunden bedient werden können. Die 800 für die Verpflegung zuständigen Mitarbeiter werden über die verschiedenen Gebäude verteilt und alle müssen pünktlich und genau nach ihrem Arbeitsplan erscheinen, um ihre Kollegen abzulösen, während einige von ihnen sich von einem Gebäude in ein anderes begeben müssen. Ach ja... und natürlich darf man dabei die Gebäude nicht verwechseln. Der Empfang ist da, um ihnen zu helfen. Das ist die Aufgabe des Informationsstands im Erdgeschoss, der sich zwischen den 80 verschiedenen Verantwortlichen befinden muss, die ihre Mitarbeiter verwalten. Und auf jeden Fall ist ein Empfangsstand pro Gebäude erforderlich. Im ersten Stock bereiten die Mitarbeiter im Bereich Buchhaltung und Ticketing die Gutscheine vor, die an den verschiedenen Verkaufsstellen der Gebäude verkauft werden. Denn die Zuschauer werden kommen, das ist gewiss. Zumindest hofft man das, denn es lohnt sich, diese 20’000 Kunden anzusehen. Dank der Mitarbeiter aus dem Bereich Presse und Kommunikation im 4. Stock werden Plakate erstellt und es werden Mitteilungen ausgearbeitet, übersetzt, versendet, weitergegeben, erklärt, was auch die vielen Mitarbeitern, die sich um die Beförderung und Unterbringung aller Kunden an den vielen unterschiedlichen Orten kümmern, übernehmen werden. Ist das nicht schon schwierig genug? Nein, das reicht noch nicht. Und wenn man dafür sorgen könnte, dass die Kunden den Verkehr am benachbarten Kreisel nicht zum Erliegen bringen würden, wäre das sehr schön. Wenn man genauer darüber nachdenkt, muss man auch auf ihre Sicherheit achten, damit ihnen nichts passiert. Und hierfür muss man sie sichern und sie bei Bedarf durch medizinisches Personal betreuen lassen.


©WG-2011 - Aubert Jenny

Und was die Technik angeht, Ihr wisst schon, Licht, Ton, Infrastruktur, tja... Es muss alles problemlos ablaufen und das in jedem einzelnen Gebäude, und wenn das Publikum nicht zufrieden ist, wird das auch im 6. Stock bekannt, in dem sich die Direktion befindet. Ach ja, und was haben wir eigentlich mit dem norwegischen Fahrer gemacht, der nicht wusste, wo er seine Ladung abliefern sollte? Auf jeden Fall werden die vier Mitarbeiter aus dem Bereich Personal versuchen, Ordnung in all dies zu bringen und sich um die gute Moral der Mitarbeiter zu kümmern, obgleich auch das Wetter eine Rolle spielen wird. Die Vorführungen und die verschiedenen Galas werden wie erforderlich angekündigt, wobei alle Mitarbeiter, die den Kunden und den Zuschauern ihre Plätze anweisen, einige Stunden im Voraus bereit stehen müssen. Zum Glück werden der VIP-Empfang und die Konzerte der verschiedenen Dörfer ihnen die Zeit durch gute Musik vertreiben. Wenn man noch die Maskottchen und etwas Merchandising hinzunimmt, sollte alle glatt gehen.
Und all das... in nur einer Woche – und nur für eine Woche...

Natürlich war das alles nicht ganz so rosig, nicht ganz so einfach, und es wäre ohne Anpassungen und Zähneknirschen noch viel weniger zu realisieren gewesen, aber...
Ihr habt wahre Heldentaten vollbracht, liebe Volunteers!
Es gibt kaum Worte, mit denen ich Euch beglückwünschen und Euch danken könnte, ausser...
BRAVO! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! VIELEN DANK!


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